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<GRUNDLAGEN < DIE MODERNE PORTFOLIOTHEORIE
Investieren ist - im Gegensatz zur Spekulation - seit Jahrzehnten kein Buch mit sieben Siegeln mehr. Mittlerweile sollte jeder Privatanleger wissen, wie seriöses Anlegen funktioniert: durch langfristiges Investieren in ein diversifiziertes, breites Portfolio an Wertpapieren verschiedener Anlageklassen über kostengünstige Indexprodukte. Die Grundlagen für die praktische Umsetzung liefert die moderne Portfoliotheorie.

Keiner sagt Privatinvestoren, wie Anlegen wirklich funktioniert

Wissenschaftliche Theorien und empirische Untersuchungen haben im Laufe des 20. Jahrhunderts klare Regeln aufgestellt, wie ernsthafte Anleger vorgehen müßen, um langfristig ein Vermögen aufzubauen. Das Problem dabei: Kaum jemand hat ein Interesse daran, daß dieses Wissen verbreitet wird.

Warum? Weil viele vom Unwissen der Anleger profitieren: Banken streichen fette Provisionen ein, ohne dabei ein Risiko einzugehen, Fondmanager werden reich und können trotzdem den Marktdurchschnitt nicht übertreffen, Börsenmagazine und Fernsehsender locken mit ständig neuen Tips and Empfehlungen. Diese "Finanzpornografie" mit den talking heads von Bloomberg oder Börse-TV hat nichts mit Investieren zu tun.

Gesichertes Wissen über intelligentes Investieren ist keineswegs eine Geheimwissenschaft oder wird uns durch eine Verschwörung vorenthalten, es geht einfach in der Masse der falschen Informationen und Ratschläge unter. Viele überlassen deshalb ihr Geld und das Investieren denen, die es können müßten: den Banken, den Fondmanagern und den Versicherungsvertretern. Diese Profis im Geschäft mit dem Investieren haben aber vor allem ihr eigenes Wohlergehen im Sinn. Der vertrauensvolle Anleger steigt meist viel schlechter aus als nötig.

Die Moderne Portfoliotheorie liefert die Antwort

Die Antwort liefert die moderne Portfoliotheorie (engl. portfolio selection theory). Die Portfoliotheorie wurde in den 50er Jahren von einem jungen Wissenschaftler erdacht. Der Wissenschaftler, Harry Markowitz, erhielt dafür 1990 den Nobelpreis für Ökonomie. Und das Jahr 1952 gilt seitdem als Geburtsstunde der Modernen Finanzwirtschaft.

Risiko und Rendite sind untrennbar miteinander verknüpft

Die moderne Portfoliotheorie basiert auf der heute offensichtlichen, aber damals fast revolutionär neuen Annahme, daß Risiko und Rendite direkt zusammenhängen. Eine höhere Ertragsaussicht bedeutet mehr Risiko. Umgekehrt bedeutet weniger Risiko auch weniger Rendite. Beim Investieren gibt es kein free lunch. Die Ertragsaussichten einer Investition werden durch den erwarteten Wert der Rendite gemessen. Das Risiko messen wir durch die Standardabweichung einer Anlage.

Marktbewegungen sind kurzfristig nicht vorhersehbar

Das wichtigste Gesetz intelligenten Investierens lautet: Es ist unmöglich, Marktbewegungen vorherzusagen. Punktum. Das mag zuerst eigenartig klingen, ist aber der Grundsatz der modernen Portfoliotheorie und jedes seriösen Finanzberaters wird wieder und wieder von der Realität bewiesen (Lesen Sie einmal Börsenzeitschriften, die einige Monate oder Jahre alt sind!). Jeder Ansatz, der versucht, Marktbewegungen vorherzusagen, gehört nicht in das Reich des Investierens sondern zum Spekulieren.

Genau darauf beruht die Moderne Portfoliotheorie und ihre Ableger. Durch die Anwendung der Wahrscheinlichkeitstheorie kam Markowitz zum Schluss, wie durch geschicktes Kombinieren von verschiedenen Anlageklassen einerseits die Rendite erhöht werden kann und gleichzeitig das Riskio gemindert wird. Das funktioniert allerdings nur, wenn sich die Anlageklassen nicht gleichläufig bewegen (sprich: wenig miteinander korrelieren).

Vier Schritte zum diversifizerten Weltportfolio

Seit etwa 25 Jahren stehen auch dem Privatanleger mit Indexfonds und Indexzertifikaten die Mittel zur Verfügung, die Portfoliotheorie einfach und kostengünstig umzusetzen. Ein solches Portfolio kann in vier simplen Schritten von jedem Privatanleger zusammengestellt werden:

1. Sie benötigen Grundlagenwissen über die Arten, Risiko und Gewinne der verschiedenen Anlageklassen.

2. Dann benötigen Sie Erfahrung darin, wie sich verschiedene Anlagenklassen in einem diversifizierten Portfolio verhalten. Das ist die sogenannte Portfoliotheorie. Das zentrale Konzept dabei ist das Identifizieren einer Portfoliozusammenstellung, die maximalen Gewinn mit einem bekannten Risikograd verbindet (oder minimales Risiko mit einem bekannten Gewinn).

3. Als dritten Schritt entwickeln sie eine auf Sie zugeschnittene Strategie. Diese Strategie beinhaltet die Aufteilung ihres Portfolios in verschiedene breite Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Cash, etc.).

4. In Schritt vier führen Sie ihre Strategie mit Hilfe von geeigneten Investitionen aus. D azu verwenden Sie kostengünstige Indexprodukte, wie etwa Exchange Traded Funds (ETFs) auf Indizes, Indexfonds oder Indexzertifikate.

Wer eine konkrete Anleitung sucht, dem sei das
Musterportfolio für langfristig orientierte Anleger in der Eurozone mit einer Mindestanlagesumme von 35.000
€, ein Produkt von portfoliotheorie.com, empfohlen. Der Autor Dr. Thomas Winderl zeichnet auf 20 Seiten die Gedankenschritte bei der Konstruktion eines diversifizierten Indexportfolios im Detail nach: die Assetklassen werden ausgewählt und gewichtet, dann werden die passenden Indizes und die dafür am besten geeigneten Exchange Traded Funds beschrieben. Das Resultat ist ein konkreter, detailierter Vorschlag für ein diversifiziertes Indexportfolio aus ETFs mit Aktien, Anleihen, Immobilien und Rohstoffen.

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Harry Markowitz, der Begründer der Portfoliotheorie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Notenbank der USA definiert eine Investition als Aktiva mit einer Haltedauer von mindestens einem Jahr. Unter einem Jahr handelt es sich um eine Spekulation.

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Einführung auf Deutsch in die Moderne Portfoliotheorie finden sich etwa zum Beispiel in der Frankfurter Allgemeine Zeitung. Die FAZ bietet im Special Basiswissen für Anleger eine exzellente Einführung mit prägnanten Artikeln zum Thema Portfoliotheorie.

Gut gemacht ist auch die Seite Portfolio-Theorie und Asset Allocation: Markowitz und seine Erben der Wiener FTC Vermögensverwaltung Pomeranz & Partner.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

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