Ausnahme: Vermeiden Sie offensichtlich überteuerte Aktien
In wenigen Fällen sind Aktien offensichtlich überteuert (oder spottbillig). Alle paar Jahre bildet sich eine irrationale Blase, um dann mit großem Getöse zu platzen. Das ist normal und passiert seit Jahrhunderten. Wie vermeiden Sie, Ihr Portfolio gerade während einer Aktienblase aufzubauen?
Dazu genügt ein Blick auf eine einzige Kennzahl: das langfristige Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Das KGV spiegelt das Verhältnis des derzeitigen Wertes der Unternehmen (also des Preises) zum Gewinn, den die Unternehmen machen, wider. Ein KGV von 15 etwa bedeutet, dass das Unternehmen 15 Jahren benötigt, um seinen derzeitigen Preis zu erwirtschaften.
KGVs, die auf für die Zukunft geschätzten Gewinnprognosen basieren, sagen wenig aus. Genauso wenig aussagekräftig sind KGVs, die nur den Gewinn des vergangenen Jahres berücksichtigen. Am besten schauen Sie auf sehr langfristig berechnete, rückwärtsgerichtete KGVs, wie zum Beispiel die Daten von Prof. Robert Shiller.
Falls das langfristige KGV von Aktienmärkten eindeutig überhöht ist (was nur selten passiert), können Sie den Ankauf von Aktien über mehrere Jahre hin strecken. Oder Sie können den Aufbau des Portfolios mit dem wertstabilen Teil - also den Anleihen - beginnen. Wenn die Blase geplatzt ist, können Sie mit frischem Geld Aktien nachkaufen, bis die ursprünglich geplante Aufteilung erreicht ist.
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