ANMERKUNG:
Die GSCI Indexfamilie von Goldman Sachs entstand 1991 als Versuch, die Probleme mit der gleichen Gewichtung der Rohstoffe und der damit hergehenden Verzerrung im Reuters CRB Index zu beheben. Der Hauptindex GSCI umfasst liquide 24 handelbare Rohstoffe, die danach gewichtet werden, wieviel vom jeweiligen Rohstoff produziert und gebraucht wird (dem sogenannten Weltproduktionswert).
Der Index bezieht sich - wie bei Rohstoffindices üblich - auf Futurekontrakte in US-Dollar aus den Bereichen Energie,
Industriemetalle, Edelmetalle, Landwirtschaft
und Viehwirtschaft. Mit geschätzten investierten 50 Milliarden USD ist der GSCI der wichtigste investierbare Rohstoffindex.
Die Idee hinter der Gewichtung der Commodities macht intuitiv Sinn: Jede Commodity wird danach gewichtet, wie wichtig sie in der Weltwirtschaft ist. Die Wichtigkeit wird durch den produzierten Wert jeder Commodity über die vergangenen fünf Jahren gemessen.
Die kompromisslose Gewichtung nach Produktion und Preis führt aber auch zu Unstimmigkeiten: Durch die Preissteigerungen für Energieprodukte dominieren Energie (Rohöl, Brent, Naturgas, bleifreies Gas, Heizöl, etc.) mittlerweile den Index mit fast 80%.
Um die Übermacht der Energiewerte zu reduzieren, berechnet GS auch den GSCI Reduced Energy Index, in dem die Energiewerte nur mit 50% ihrer Weltproduktion berücksichtigt werden. Noch geringer bildet der GSCI Light Energy Index die Energiewerte ab, nämlich nur mit einem Drittel ihres Weltproduktionsanteiles
Der GSCI wurde 2007 vom Indexschwergewicht Standard & Poor's aufgekauft..